ICO-Süderweiterung: Gefahr oder Chance für unsere Stadt?
Die von der Mainsite GmbH & Co. KG geplante Süderweiterung des ICO ist nicht nur für unsere Stadt, sondern für die gesamte Region eine zukunftsorientierte Entscheidung mit großer Tragweite. Die bisher geplante Erweiterungsfläche entlang des Mainufers soll mit der aktuellen Planung zugunsten der neuen Fläche entlang der Bahngleise (auf Höhe des Gewerbegebiets „Im Fluss“) getauscht werden.

Übersicht der geplanten Erweiterungsflächen des ICO
Die Stabilität des Standorts hat für Erlenbach eine große Bedeutung – die Entwicklung Erlenbachs, besonders der Siedlung, ist eng mit der „Glanzstoff“ verbunden. Auch heute noch ist das ICO durch seine Kooperationen (z.B. über die Feuerwehren, die Gemeinschaftskläranlage oder das Kraftwerk) von großer Bedeutung für unsere Region. Handwerk, Handel und Gewerbe – auch die Industrie – sichern unseren Wohlstand am Untermain. Die Ansiedlung nachhaltiger, zukunftsorientierter Unternehmen ist dafür ein wichtiger Faktor für die nächsten Jahrzehnte.
Die geplante Süderweiterung soll eine Fläche von ca. 40 Hektar umfassen. Die Auswirkungen, die sich daraus auf Natur, Umwelt, Infrastruktur und unsere Bürgerinnen und Bürger ergeben, sind vielfältig und komplex.
Der Erhalt der Firmen und der Ausbildungs- und Arbeitsplätze vor Ort sowie die Ansiedlung neuer, moderner Industrie und Technologie ist dabei eine Gelegenheit, die sich uns bietet. Die geplante, breite Aufstellung des ICO und damit die Verringerung der Abhängigkeiten von der Automobilindustrie sichert tausende Arbeitsplätze und schafft zusätzliche Stellen direkt bei uns.
Gleichzeitig bietet dieses Vorhaben auch die vielleicht einmalige, zeitnahe Chance, um die vielfältigen Altlasten der Deponiefläche und des „Monte Spallino“ am Viktoriaheim zu beseitigen.
Die Gedanken der Mainsite befürworte ich grundsätzlich – sehe aber auch die Notwendigkeit, dass wir als Bürgerinnen und Bürger in Erlenbach im gemeinsamen Dialog konsequent eingebunden sein müssen
Es ist für mich persönlich eher eine Frage des „Wie“ als des „Ob“, wenn wir über die Erweiterungspläne des ICO diskutieren. Die Transformation unserer Industrie und den Aufbau von Zukunftstechnologien können und müssen wir aktiv gestalten und steuern – auch bei uns in der Region.
Insbesondere hinsichtlich der ökologischen Auswirkungen, der Emissionen und der Veränderungen für uns in Erlenbach und der Region werden wir diese Planungen sehr genau begleiten müssen.
Ich finde es gut, dass sich engagierte Bürgerinnen und Bürger in diese wichtige Entscheidung aktiv einbringen. Eine kritische, aber konstruktive und offene Diskussion der ICO-Süderweiterung sehe ich als Bereicherung und Chance, um die Erweiterungspläne für uns alle bestmöglich zu gestalten.
Es ist dabei wichtig, dass wir hier nicht nur eine Seite betrachten – es müssen alle Fakten und qualifizierten Informationen vorliegen, um aus sozialer, ökologischer und ökonomischer Sicht auf die nächsten Jahrzehnte diese weitreichende Entscheidung abwägen und treffen zu können.
Daher ist für mich ein sogenanntes „Ratsbegehren“, d.h. ein Bürgerentscheid initiiert durch den Stadtrat, nach Vorliegen aller Informationen im laufenden Planungsverfahren sinnvoll und richtig. Damit können wir über Umgriff und Bebauung, Verträglichkeit der Planung, Infrastruktur und Emissionen objektiv und sachlich entscheiden.
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Meine Ziele
- Fakten zu Flächenumgriff, Belastungen für Umwelt, Klima und Menschen durch Fachleute klären
- Transparente Diskussion der Fakten mit allen Menschen in Erlenbach
- Entscheidung über die finale Planung mit den Bürgerinnen und Bürgern durch ein Ratsbegehren


Erlenbach entwickeln.
Mit Fokus auf das, was zählt.
Die Verantwortung für das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen ist eine mindestens sechsjährige Aufgabe. Einige Themen, die heute aktuell sind, werden uns noch viele Jahre begleiten - deshalb ist es mir wichtig, meine Positionen umfassend und aufrichtig zu erklären.







